Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Sagenhaft! 40 Jahre Samuelis Baumgarte Galerie

155 Gemälden des Kolumbianers Fernando Botero, die Nana-Skulpturen von Niki de Saint Phalle und die neue Expressivität der Künstler des deutschen Informel aus- zeichnet, die Baumgarte ebenso erfolgreich vertritt. Kaufmann und Idealist In der Vergangenheit habe er gelegentlich mit einem Umzug nach Berlin geliebäugelt, der Heimatstadt von Mutter Ruth Baumgarte, verrät Alexander Baum- garte. Doch der Standort Bielefeld habe ihn über die Jahre überzeugt: „Bielefeld liegt sehr zentral in der Mitte Deutschlands. Sternförmig ist man von hier aus schnell überall. Und da unser seit Jahrzehnten ge- wachsenes Netzwerk an vielfältigen Kontakten mich unabhängig macht, kann ich hier in der unaufgeregten Atmosphäre abseits der Metropolen sehr gut arbei- ten.“ Statt für Berlin entscheidet sich Baumgarte für die Stadt, in der Ruth Baumgarte in der Nachkriegs- zeit durch ihre erste Ehe sowohl eine neue Heimat als auch internationale Anerkennung als Malerin ihrer Werke findet, insbesondere der Afrika-Zyklus mit des- sen sozialkritischen Bildwelten von fast rauschhafter Farbintensität. „Aber sie war nicht nur als Malerin hervorragend, son- dern auch als Mentorin. Seit meiner frühen Kindheit habe ich mich durch sie mit Kunst beschäftigt und bin mit ihren künstlerischen Doktrinen groß geworden. Sie hatte ein untrügliches Gespür für Menschen und für Qualität und war selbst eine unheimlich starke Persön- lichkeit und revolutionäre Frau, die ihre erste Galerie mit großem Enthusiasmus zehn Jahre lang betrieb.“ Als sie die Zügel 1986 an den Sohn übergibt, erwei- tert Alexander Baumgarte das Galerie-Geschäft drei Jahre später um eine Art Consulting-Gesellschaft, da- mals eine der ersten in Deutschland. […] „Wir haben in den letzten Jahren eine neue Technisie- rung der Kunst und die Entstehung neuer Kunsträume in Asien, Indien, Afrika erlebt, die auf den Markt drän- gen.“ Eine Entwicklung, die die Samuelis Baumgarte Galerie auf Augenhöhe mitvollzieht. Doch um im welt- weiten Schmelztiegel künstlerischer und kultureller Spielarten Originäres zu erkennen, bedürfe es eines konzentrierten Sichrückbesinnens auf die Wurzeln, auf das Wesentliche, meint Baumgarte. So ist er seit 2012 auch Stiftungsratsvorsitzender der neuen Ruth Baumgarte Stiftung, die das Lebenswerk der großen Künstlerin verwaltet und jährlich einen Preis auslobt: für junge Nachwuchskünstler im figurativen Bereich – ein Herzenswunsch der 2013 verstorbenen Künst- lerin. Den künstlerischen Idealismus der Mutter und Mentorin hat der Unternehmer Alexander Baumgarte als persönliches Credo selbst verinnerlicht: „Kunst ist mehr als eine Investition. Sie muss das Herz und die Seele ansprechen.“

Seitenübersicht