BERLIN – Stadt der Extreme Zwischen Ernst Ludwig Kirchner und der Gegenwart
18. September 2026 - 09. Januar 2027

Über die Eröffnung der Ausstellung

Ausstellungseröffnung & Charity für Bethel
Freitag, 18. September 2026, 17 Uhr

„BERLIN – Stadt der Extreme
Zwischen Ernst Ludwig Kirchner und der Gegenwart“
Wir laden Sie herzlich zu einem festlichen Abend ein, der hochkarätige Kunst, persönliche Begegnungen und gesellschaftliches Engagement verbindet.
Einladungskarte

Charity-Highlights
•    persönliche Unikat-Porträts von Oliver Thie
•    Benefizverkauf einer Unikat-Fotografie von Astrid Lowack
•    ausgewählte Meisterwerke der Ausstellung zu besonderen Charity-Konditionen. 
       Informationen zu den Kunstwerken erhalten Sie unter +49 521 560 31 16
•    kulinarische Köstlichkeiten und ausgewählte Getränke

Die Erlöse ausgewählter Meisterwerke der Ausstellung, der Porträts sowie ein Teil des Teilnahmebeitrags unterstützen unmittelbar das Projekt „Dr. Clown“ in der Gerontopsychiatrie des Evangelischen Klinikums Bethel – und schenken Menschen Momente der Freude, des Lachens und der Erinnerung.

Teilnahme und Anmeldung
Charity-Beitrag: 50 Euro pro Person
Bitte melden Sie sich mit dem Antwortschreiben an. Der Beitrag kann vorab überwiesen oder am Veranstaltungsabend entrichtet werden.
Antwortbogen

Wir freuen uns auf einen besonderen Abend im Zeichen von Kunst, Begegnung und Menschlichkeit.
 

Über die Ausstellung

BERLIN – Stadt der Extreme
Zwischen Ernst Ludwig Kirchner und der Gegenwart

Berlin ist eine Stadt der Kunst und der Extreme. Wie kaum eine andere europäische Metropole war sie über mehr als ein Jahrhundert Motor künstlerischer Innovation, Schauplatz gesellschaftlicher Umbrüche und Spiegel politischer Verwerfungen. Kaiserreich und Weimarer Republik, Diktatur und Krieg, Teilung und Wiedervereinigung formten einen einzigartigen kulturellen Resonanzraum.

Mit rund einhundert bedeutenden Werken der Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulptur und Fotografie entfaltet die Ausstellung ein eindrucksvolles Panorama Berliner Kunstgeschichte. Im Zentrum steht die Wechselwirkung zwischen Kunst, Gesellschaft und Zeitgeschichte – und die Frage, wie Künstlerinnen und Künstler die dramatischen Veränderungen ihrer Stadt in immer neue Bildsprachen übersetzten.

Das Herzstück bildet ein herausragender Werkkomplex von Ernst Ludwig Kirchner, dem bedeutendsten künstlerischen Interpreten des modernen Berlins. Die monumentale „Liegende nackte Frau“ von 1927/28, das dynamische Gemälde „Radrennen mit Motorvorspann“ sowie bedeutende Zeichnungen und grafische Blätter verdichten Tempo, Spannung und expressive Kraft der Metropole.

Von Max Liebermann und Lesser Ury über George Grosz, Käthe Kollwitz, Jeanne Mammen, DODO, Heinrich Zille, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde und Oskar Schlemmer wird Berlin als Laboratorium der Moderne sichtbar. Skulpturen von Renée Sintenis und Georg Kolbe unterstreichen zugleich die internationale Bedeutung der Stadt als Zentrum moderner Bildhauerei.

Die Jahre der Diktatur und des Krieges werden durch die im historischen Kontext präsentierten Olympia-Fotografien Leni Riefenstahls sowie frühe Arbeiten Ruth Baumgartes aus den Jahren 1942 und 1943 beleuchtet. Während Riefenstahls Aufnahmen exemplarisch für die Instrumentalisierung von Kunst stehen, formuliert Baumgarte mit ihren Darstellungen flüchtender Sinti und Roma und arbeitender Menschen eine stille humanistische Gegenposition.

Nach 1945 begegnen sich Ost und West als unterschiedliche Ausdrucksformen einer gemeinsamen Berliner Kunstgeschichte: Harald und Robert Metzkes, Konrad Knebel, Clemens Gröszer und Cornelia Schleime stehen Karl Horst Hödicke, Rainer Fetting, Salomé und Helmut Middendorf gegenüber. Werke von Wolf Vostell, Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff, Heike Ruschmeyer und Christine Jakob-Marks führen den Dialog bis zu Norbert Bisky fort.

Von Kirchner bis Bisky, von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart entsteht so ein faszinierendes Panorama aus Aufbruch und Zerstörung, Teilung und Wiedervereinigung, Freiheit, Experiment und Erneuerung. Berlin erscheint als geistiges Zentrum der Moderne und als eine der großen Kunstmetropolen Europas – widersprüchlich, radikal und von ungebrochener schöpferischer Kraft.

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