Feodora Hohenlohe | Review & Outlook
Feodora Hohenlohes Werke – Stillleben, Blumenbilder, Interieurs und Figurenkompositionen – sind von einer meditativen Ruhe durchdrungen. Sie scheinen jenseits des Sichtbaren angesiedelt: durchdrungen von Erinnerungen, aufgeladen mit dem Schweigen der Dinge. Ihre Bildsprache erinnert in ihrer Präzision an die Neue Sachlichkeit, doch transzendiert sie deren Formenkodex. Es ist eine Malerei, die das Unsichtbare sichtbar macht, das Verschwiegene erahnen lässt – voller Leichtigkeit, Melancholie und zeitloser Schönheit.
Ab dem 17. Juli 2026 öffnet sich im Keitumer Cottage der traditionsreichen Buch- und Kunsthandlung Felix Jud ein besonderer Kunstraum: Die Samuelis Baumgarte Galerie präsentiert in enger Kooperation eine Ausstellung von Feodora Hohenlohe.
Inspiriert von der Stillen Poesie ihrer Malerei entsteht eine fein komponierte Nachbildung ihres Ippenburger Ateliers auf Schloss Ippenburg und ihres Berliner Ateliers – ein Ort der Sammlung, der Innerlichkeit und des leisen Sehens.
Zwischen Büchern, Bildern und dem Licht Sylts wird Feodora Hohenlohes künstlerische Welt auf besondere Weise erfahrbar.
Im „virtuellen illusionistischen Atelier“ auf Stand B4 öffnete Feodora Hohenlohe sehr erfolgreich den Blick in ihre malerische Welt. Ihre Stillleben, Blumenbilder und figurativen Szenen tragen die formale Klarheit und Strenge der 1920er Jahre in sich – doch zugleich verwandelt sie diese in poetisch durchdrungene Gegenwart. Mit gläserner Transparenz, geheimnisvollem Licht und einem meditativen Schaffensprozess erhebt sie das Alltägliche zu zeitlosen Kostbarkeiten. So wirkt in ihrer Malerei die Haltung der Neuen Sachlichkeit fort, erweitert um eine persönliche, zeitgenössische Sensibilität.
Die Werke öffnen sich – in einem Gespräch zwischen Künstlerin Feodora Hohenlohe und Journalistin Dr. Eva Karcher. Zum Interview
Der Höhepunkt der Ausstellung war das inszenierte, begehbare Atelier – eine Hommage an Feodora Hohenlohes Arbeits- und Lebenswelt zwischen Berlin und Schloss Ippenburg. Dieser atmosphärisch verdichtete Raum, realisiert in Kooperation mit dem Theater Bielefeld, brachte über 60 Werke der Künstlerin in einen sinnlichen Kontext und ließ den Betrachter in ihre stille, poetische Welt eintauchen. Möbel, Requisiten und Lichtführung erschufen ein illusionistisches Setting, das die Aura des Schlosses nachempfindet – ein Atelierraum, der zugleich Rückzugsort und Bühne der Kunst war.
Presseberichte:
Preview Event, Welt am Sonntag, 04.05.2025
Mit Herz und Seele bei der Sache, WB 07.04.2025
Einladung ins imaginäre Atelier einer Malerin, NW 05.04.2025