Über die Ausstellung

Die Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld, präsentiert vom 28. August 2022 bis 15. Oktober 2022 Astrid Lowack im Dialog mit Skulpturen des pariser Silberskulpteurs Goudji. Unter dem Titel „Astrid Lowack meets Goudji“ interagieren die Arbeiten beider international erfolgreichen Künstler in ihrer abstrakten und figurativen Formensprache miteinander. Licht ist dabei ein zentraler Ausgangspunkt, der die transparenten Arbeiten von Lowack auf der Wand zum strahlen bringt. Die Formensprache beider Künstler vermittelt dabei Gefühle und Stimmungen, die in den gezeigten Fotografien und Skulpturen eine faszinierende, poetische Präsenz subjektiver Sichtweisen und emotionaler Erfahrungen erzeugen.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 28. August 2022 um 11 Uhr.

Astrid Lowack wurde 1969 in Bamberg geboren und widmet sich seit 2011 der Fotografie. In der Tradition des Impressionismus beschäftigen sich die Arbeiten der weltweit aufstrebenden Künstlerin mit dem Spiel von Licht, Schatten, Wasser und Bewegung, wie bei Sparkling Energy, 2019, Print on acrylic glass, 120 x 120 cm. Durch die Konzentration auf Details und deren Verfremdung tritt die realistische fotografische Darstellung zugunsten einer facettenreichen Interpretation von chaotischer und strukturierter Abstraktheit des Lichts in den Hintergrund, wofür beispielhaft Werke wie Breaking through, 2018, Print on acrylic glass, 120 x 120 cm stehen.Die weite Bandbreite der gezeigten fotografischen Arbeiten verdeutlicht zudem das vielfältige Ouevre Lowacks, das auch durch die jüngsten musealen Ausstellungen in Dortmund, Passau und Herford ein großes Echo in der Kunstwelt erfahren hat.

Nach seinen ersten Erfolgen in Moskau begann Goudji Amachoukelis (*1941) internationale Karriere im Jahr 1978 mit dem Umzug nach Paris und der Annahme der französischen Staatsbürgerschaft. Seit über vierzig Jahren fertigt der Künstler für die bedeutendsten Institutionen des Pariser Salon International, für das Musée des arts décoratifs de Paris und für den Kirchenschatz der Cathédrale Notre-Dame de Paris inspirierende Silberskulpturen wie Le Mage au Faisan de Colchide, 2014, Serpentin, Achat, Bergkristall, Onyx, Hämatit, Perlmutt, Tigerauge, Amazonit, Silber, 47 × 22 × 24 cm. Bereits in der damaligen Sowjetunion erlernte Goudji, Eisen und Stahl kunstvoll zu schmieden. Diese Kenntnisse, die ihn in Paris verstärkt dazu inspirierten die Silberschmiede-kunst zu erlernen, wendet der Skulpteur heute noch dazu an seine speziellen Werkzeuge zur Erschaffung der Arbeiten selbst herzustellen.

Neben Gold, Edel- und Halbedelsteinen sind Silber, oder auch das nachträglich noch mit einer Goldauflage versehene Vermeil, Goudjis bevorzugte Materialien bei der Kreation seiner einmaligen figurativen Skulpturen und phantasievollen Gegenstände. Jede Arbeit, die dem „Bureau de la Garantie de Paris“ vor der Veröffnentlichung vorgelegt wird, spricht im Rhythmus tradiert-individueller Technik und innovativer Kreativität. Fabeltiere, die direkt aus Goudjis Träumen zu entspringen scheinen und mythisch-konnotierte Kreaturen tummeln sich in seinem OEuvre und entwickeln zusammen ein einzigartiges Arrangement aus mythologischer Vision und zeitgenössischer Kunst. Goudjis exklusive Werke wurden zudem in bedeutenden Museen in Paris, London, New York und Tokyo ausgestellt und sind zentraler Bestandteil der liturgischen Sammlung von Papst Johannes Paul II. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen wurde er 2009 für sein Lebenswerk zum Chevalier des «Ordre de la Légion d’honneur» durch Präsident Nicolas Sarkozy ernannt.

Öffnungszeiten der Galerie

Montag – Freitag von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 – 14:00 Uhr

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