• Marguerite Hersberger

    Serie out of the Center No. 17, 2012
    Acrylglas und Acrylfarbe, 100 x 100 cm.
  • Buntes Lichtvolumen, 2008-2014
    Neonlicht-Scotchcalfolie, 150 x 30 x 10 cm.
  • Light Reflexion No. 224, 2015
    Acrylglas und Silberfarbe, 60 x 60 cm.
  • Verschattete Zonen No. 207, 2011-2014
    Acrylglas und Acrylfarbe, 60 x 70 cm.
  • Light Reflexion No. 226, 2014-2015
    Acrylglas, verspiegelt und geschliffen, 110 x 110 cm.
  • Lichtnotizen No. 1, 2013
    Fotopapier, 65 x 50 cm.

Biografie

Marguerite Hersberger wurde 1943 in Basel geboren. Sie studierte von 1964 -1966 an der Kunstgewerbeschule Basel, lebte von 1967 bis 1970 in Paris und zog dann nach Zürich. Seit den 1970er Jahren gehört Marguerite Hersberger zur Gruppe der „Züricher Konkreten“.

Ihre Formensprache ist geometrisch, ihre Farben sind stark und lebendig. Hersbergers frühere Werke, die „boîtes magiques“, waren kleine Schachteln, die ein Prisma enthielten, das mit dem Licht interagierte. Dieses Spiel mit Farbe, Licht und Schatten markierte Untersuchungen zu Licht und Farbe, Stillstand und Bewegung. Später, in Zürich, schuf sie gläserne Kästen mit Nylonfäden („organisation spatiale“), die stilistisch an die Zeit der 1930er Jahre mit Naum Gabo anknüpften. Es gibt einen Bezug zur ständigen Dichotomie von offener und geschlossener Form. Die Kästen sind Räume aus Farbe und Licht, die ihrer Umgebung eine besondere Bedeutung verleihen. In anderen Arbeiten benutzt Marguerite Hersberger Acrylglas und Pigmente. Sie poliert, verkratzt und bemalt die Acrylglasschichten, wobei sie sich in der Form auf Kreis und Quadrat beschränkt. Die Kreise sind teils konzentrisch, teils demonstrativ gegeneinander verschoben, was eine tief wurzelnde bildliche Bewegung erzeugt.

In einigen Werken fallen Lichtquelle und Konstruktionselement zusammen, was sie mit Dan Flavin und Keith Sonnier verbindet. Im Gegensatz zu diesen beiden Künstlern erscheinen Marguerite Hersbergers Schöpfungen jedoch sehr selbstbezogen. Die Künstlerin veranschaulicht in ihrem jüngsten Werken konzipierte Farblichträume im Reduktionsprozess von Form, Farbe und Licht. Ihre bekannten von geometrischen Formen als reinster Form bestimmten Farbschichtungen zeigen die ästhetische Kraft der Vereinfachung im Raum. In Hersbergers Wallpaintings, Leuchtkörpern, 3D Objekten und Fotografien verschmelzen sie alle zu Formen fast magisch anmutender Weise. Sie stehen nur noch für sich transparent als Faszinosum eines spezifischen Farbdialoges.   Hersberger erforscht so die Vielfalt der formalen und farblichen Kombinatorik in einer sehr subjektiv ausgeprägten, lyrischen Artikulationsweise. Ihr Ziel ist es, durch die Abstraktion des Lichts eine Harmonievorstellung zu erzeugen, indem es ihr gelingt, mit Farbkontrasten niemals auf zarte Nuancierungen zu verzichten und trotz der Beschränkung auf wenige geometrische Grundformen eine kompositorische Variabilität zu schaffen, die exemplarisch die Universalität einer vergeistigten Formensprache offenbart.

Licht hat für mich die größte Transparenz. In seiner unaufdringlichen Kraft zeigt es sich als gestalterisches Medium: in den zahllosen Variationen, den facettenreichen Spiegelungen, Bündelungen, Brechungen und in seiner Ausstrahlung. Ohne Materie wäre das Licht unsichtbar.

Marguerite Hersberger, 2015 ©Zitat, Marguerite Hersberger, 2015

Ausstellungen

Museumsausstellungen (Auswahl)

10 Jahre Kunst (Zeug)haus,03.06.2018 - 05.08.2018, Kunst-(Zeug)haus, Rapperswil, St. Gallen

Um die Ecke denken – Die Sammlung Haus Konstruktiv von 1986-2016, 02.06.2016 - 04.09.2016, Haus Konstruktiv, Zürich

Transparenz und Spiegelung, 16.08.2014 - 21.12.2014, Rehmann Museum, Laufenburg

achse: nizza/ zürich/ karlsruhe, 03.04.2014 - 27.05.2014, Schauraum multipleart, Zürich

Quadratisch. Praktisch. Kunst. Die Sammlung Marli Hoppe-Ritter zu Gast in Schwäbisch-Gmünd,

08.04.2011 - 09.10.2011, Museum im Prediger, Schwäbisch-Gmünd

Ganz Konkret - 100 Jahre Entwicklung, 11.11.2010 - 30.1.2011, Folge 2, haus konstruktiv, Zürich

Hommage an das Quadrat, Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter 1915 - 2009, Museum Ritter, Waldenbuch