• Lore Bert

    Raum - Flächen, 2010
    Bildobjekte mit Japanpapier und Blattgold, 180 x 180 cm.
  • Goldkugel, 2012
    Kugelskulptur mit Blattgold auf gestufter Lackpyramide. 37 x 37 x 43 cm.
  • Schwarzer Stern, 2008
    Bildobjekt mit Japanpapier und Blattgold, 55 x 50 cm.
  • Wolken, 2010
    Bildobjekt mit Japanpapier, 65 x 65 cm.
  • 4 gelbe Kreise, 2007
    Bildobjekt mit Japanpapier, 90 x 90 cm.

Biografie

Unter dem Titel „Magic of Paper“ präsentierte die Samuelis Baumgarte Galerie 2012 eine umfangreiche Schau mit über 40 Arbeiten aus den letzten sechs Jahren der 1936 in Gießen geborenen Künstlerin. Ihre in zahlreichen internationalen Ausstellungen gewürdigte Kunst vereint Aspekte der Konzeptkunst mit denen der Konkreten Kunst und steht durch die Verwendung von Neonröhren auch der Lichtkunst nahe.

Der Fokus von "Magic of Paper" liegt auf den motivisch sowie gestalterisch vielfältigen Papierarbeiten Lore Berts. Auf den ersten Blick ziehen vor allem die großformatigen Bildobjekte aus zu kleinen Blüten gefaltetem Japanpapier mit integriertem Blattgold wie „Goldenes Ornament“ (2011, 160 x 160 cm) den Betrachter in den Bann, da sie aufgrund der haptisch erfahrbaren Oberfläche die Grenze der Zweidimensionalität überschreiten. Motivisch greift die Künstlerin dabei auf universelle grafische, sprachliche und abstrakte Zeichen, Ornamente und Symbole zurück, die – wie das hochwertige fernöstliche Papier, aus dem sie gefertigt sind – als Träger der Kultur ihres Herkunftslandes fungieren. Die Bildobjekte aus Japanpapier strahlen trotz des großen Formats eine magische Leichtigkeit aus.

Auch im dreidimensionalen Bereich kreiert Lore Bert Papierobjekte, die von einer unaufdringlichen und zugleich geheimnisvollen Ästhetik zeugen. Ein Kontrastprogramm dazu bilden die kleinformatigen Collagen auf Wachspapier wie „Komposition“ (2007, 30 x 21 cm) und Aquarelle aus der Serie „Komposition o.T.“ (2012, 20 x 20 cm), die aufgrund einer puristischen Formensprache und Oberflächengestaltung den Betrachter gleichsam faszinieren und thematisch den Kreis der „Magie des Papiers“ schließen.

Die Arbeit von Lore Bert besitzt in der Tat eine eigene Dynamik der Entwicklung. Ihre Arbeit ist auch historisch verankert mit den bekannten Referenzen an Idiome aus der Religion und aus der Wissenschaft.

Für Lore Bert ist es ein spirituelles Erlebnis, das durchkreuzt von Zeichen, Zahlen und historischen Symbolen einen metaphorischen Wert bekommt. Wie schon bei den vorausgegangenen Hinwendungen zur Geschichte und Kunstgeschichte handelt es sich bei Lore Bert um eine Verarbeitung, die an fundamentale Wurzeln geht. An Wurzeln, die sich eben mit den Worten „Entzug“ und „Zustand“ zu beschreiben und vom Wirklichkeitsentblösten Wunder zu unterscheiden versuchen.

©Zitat, Jan Hoet, Laudatio zum 75. Geburtstag von Lore Bert

Ausstellungen

Museumsausstellungen (Auswahl)

Illumination – Ways to Eureka, 07.05. – 24.11.2019, Kirche San Samuele, Venedig

Im Banne der Kulturen – Fragile Werte, 08./24.09. – 28.10.2016, Museo de la Cancillería, Mexiko-Stadt (Mexiko)

Im Banne der Kulturen – Fragile Werte, 15.04. – 15.06.2016, Circolo del Ministero degli Affari Esteri, Rom 

Personal Structures Crossing Borders (Gruppenausstellung), 09.05.2015 - 22.11.2015, Global Art Affairs Foundation, Leiden (NL)

05.06.2015, Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto

Sammlung Grauwinkel - 30 Jahre Konkrete Kunst (1982-2012), 11.05.2013 - 09/2013, Vasarély-Museum, Budapest

Lore Bert, Eröffnung 04.05.2013, Council of Europe-office, Venedig

Chaos Life, 31.08.2012 - 07.2013, Arne Quinze

AAF – Los Angeles, 2012, Atrium Gallery, Los Angeles, CA, USA