• Dream of Beauty 5.0, 2005
    Computer-Animation, 48 x 59 cm.
  • Maya Birth, 2008-2011
    Computer-Animation
  • Maya Birth, 2008-2011
    Computer Animation
  • Maya Brush, 2011
    Computer-Animation
  • Dream of Beauty 2.2, 1999
    Computer-Animation, 35 x 30 cm.

Biografie

Kirsten Geisler wurde 1949 in Berlin geboren und studierte an der Vrije Academie im Haag von 1984 bis 1985, danach, 1985 bis 1989 an der Rietveld Academy in Amsterdam. In den Neunzigern war sie Gastdozentin an der Kunstakademie in Utrecht, Abteilung Neue Medien.

Ihr Werk benutzt die neuen Medien und verlässt sich auch auf die technischen Möglichkeiten des Computers. So entstehen Video-Skulpturen und Bildprojektionen, die die Grenze zwischen materieller Produktion und der geistiger Gegenwart ihrer Figuren verwischen.

Ihr Hauptthema sind weibliche Figuren und Gesichter, die Schönheit vermitteln sollen. Der Schönheitsbegriff ist sehr intensiv erforscht worden, ist er doch eines der „ewigen“ Ideale. Kürzlich geschah das auch unter Zuhilfenahme von Computermodellen. Lange vor der Erfindung der Computer jedoch haben Psychologen schon Fotos von Gesichtern übereinander kopiert und gelangten so zu einem ein wenig unscharfen, aber erkennbaren, verallgemeinerten Gesicht. Wenn man Menschen bat, ein Gesicht nach der Schönheit zu beurteilen, war das schönste stets das, welches dem künstlich erzeugten Gesicht am nächsten kam. Es gibt also eine der Schönheit unterliegende Tiefenstruktur, und die ist auch mit Rechnern untersucht worden. Dabei hat man genaue Daten festlegen können, etwa bezüglich der Abstände (zwischen den Augen zum Beispiel) und der Maßverhältnisse. Mit solchen Zurüstungen kann man dann Modelle schaffen, die, zumindest in Bezug auf die angewendeten Prinzipien, Schönheit besitzen.

Kirsten Geislers Frauen besitzen alle diese Schönheit, aber dennoch irritieren sie den Betrachter. Einige besitzen eine künstliche, fremdartige, metallische Anmutung, andere sehen natürlicher aus, aber selbst diese sind etwas verunsichernd, weil sie einen sehr unpersönlichen Ausdruck haben. Diese virtuellen Frauen (Kirsten Geisler nannte ihre erste virtuelle Frau „Maya Brush“) repräsentieren den Stereotyp des Weiblichen, wie er von den Medien propagiert wird, aber Kirsten Geisler definiert das als fehlgeleiteten Traum.

Geisler exposes the extent to which even our contemporary screen culture, despite its frequently seductive appeal, remains a onedirectional interface—still adhering to the logic of the Renaissance window.

Kirsten Geisler, 2011 ©Foto, Goethe Institut; Zitat, Lutz Koepnick, Washington University, 2007.

Ausstellungen

Museumsausstellungen (Auswahl)

2012

Frans Hals Museum, Haarlem, Maskerade

Museum Villa Rot, Burgrieden-Rot, Jäger und Gejagte – Insekten in der Gegenwartskunst

Sala de Exposiciones Hospedería Fonseca, Salamanca, COLAPSO. UN ENSAYO SOBRE EL FRACASO Y LA RUPTURA

2011

Kumu, Kulturhauptstadt Tallinn: "gateways. Kunst und vernetzte Kultur"

2010/2011

Netherlands Media Art Institute, Amsterdam: Technology Requested

2009

Museo Nacional de Bellas Artes, Buenos Aires

Museo de Arte Contemporáneo de Rosario (MACRO): HUéSPED

2008

Kunstmuseum Bremerhaven: Die Sammlung

Museum Villa Rot, Burgrieden: In voller Blüte

2007

Chelsea Art Museum, New York

Museum Het Prinsenhof, Delft: Contour

Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis: Interface

Palazzo delle Arti Napoli, Neapel: Dangerous Beauty

Städtische Galerie Ravensburg; Kunstverein Konstanz: Leibhaftig

2006

MNAC – National Museum of Contemporary Art (Muzeul Național de Artă Contemporană), Bukarest: “Dutch Installation Art”

Audio Relay, Lafayette

Stadtmuseum Oldenburg: Das Tier in der Kunst

Kunsthalle Osnabrück: Kunst-Körperlich