• Janus Hochgesand

    Ohne Titel
    2023, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm
  • Ohne Titel
    2023, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm
  • Ohne Titel
    2024, Öl und Pigmente auf Leinwand, 100 x 80 cm
  • Ohne Titel
    2024, Öl und Pigmente auf Leinwand, 100 x 80 cm
  • Wandmalerei
    440 x 240 cm, in Kombination mit einer Malerei, 180 x 140 cm
  • Wandmalerei
    440 x 240 cm, in Kombination mit einer Malerei, 180 x 140 cm
  • Ohne Titel
    2022, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm

  • Ohne Titel
    2022, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm
  • Ohne Titel
    2022, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm
  • Ohne Titel
    2022, Öl und Pigment auf Leinwand, 180 x 140 cm

Biographie

*Janus Hochgesand (1981 in Dierdorf)

lebt und arbeitet in Hamburg

Janus Hochgesand entwickelt eine eigenständige Position innerhalb der zeitgenössischen Malerei, die sich durch eine außergewöhnliche Verdichtung von Material, Prozess und Ausdruck auszeichnet. Nach seinem Studium der Bildhauerei an der Städelschule in Frankfurt am Main, wo er Meisterschüler von Tobias Rehberger war, übertrug er ein skulpturales Denken auf die Malerei. Seine Werke entstehen nicht primär aus der klassischen Geste des Malens, sondern aus einem körperlich-performativen Umgang mit Material, Raum und Oberfläche.

Hochgesand bezeichnet seine Arbeiten als „High Intensity Paintings“ – ein Begriff, der sowohl auf die visuelle Dichte als auch auf die intensive physische Entstehung seiner Bilder verweist. Ausgangspunkt ist das großflächige Auftragen von Pigmenten auf die Leinwand, die der Künstler anschließend mit ungewöhnlichen Werkzeugen wie Besen oder Staubsaugern wieder abträgt. Dieser Prozess des wiederholten Aufschüttens und Entfernens erzeugt komplexe Schichtungen, in denen sich Spuren von Bewegung, Eingriff und Zeit einschreiben.

In diesen Überlagerungen entsteht eine vielschichtige Bildstruktur, die sich zwischen Kontrolle und Zufall bewegt. Hochgesand greift dabei bewusst auf die Traditionen des Abstrakten Expressionismus und des Informel zurück, transformiert diese Einflüsse jedoch in eine zeitgenössische, stark prozessorientierte Praxis. Seine Malerei ist weniger als Darstellung zu verstehen, sondern als Resultat eines kontinuierlichen Eingriffs in das Material – ein Prozess, der sichtbar bleibt und die Energie seiner Entstehung bewahrt.

Die fertigen Werke wirken wie verdichtete Ereignisse: Oberflächen erscheinen zugleich ruhig und bewegt, geschlossen und offen. Der Betrachter wird mit einer Bildstruktur konfrontiert, die sich nicht auf einen Blick erschließt, sondern in der sich Tiefe, Rhythmus und Materialität erst im längeren Sehen entfalten. In einer Zeit, in der Bilder oft flüchtig konsumiert werden, fordert Hochgesands Malerei eine verlangsamte, konzentrierte Wahrnehmung ein.

Seine Arbeiten stehen exemplarisch für eine Generation von Künstlern, die Malerei nicht als abgeschlossenes Medium begreifen, sondern als offenes Feld, in dem sich physische Handlung, Material und Wahrnehmung miteinander verbinden. Gerade in dieser Verbindung von performativem Prozess und visueller Intensität liegt die besondere Qualität seines Werkes: Es ist eine Malerei, die nicht nur gesehen, sondern als Erfahrung durchdrungen wird.

Seine high intensity paintings – wie er selbst formuliert – begreifen sich aus ihrer eigenen Materialität, ihrer scheinbaren Flüchtigkeit und zugleich emotionalen Verdichtung.

Janus Hochgesand ©Foto, Janus Hochgesand

Museums- und Einzelausstellungen (Auswahl)

2022

Performance High Intensity Painting, Schloß Agathenburg, Agathenburg, Germany

2021

Janus Hochgesand - Muy mucho, Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz, Germany

2022

Nichiteanu Trio & Janus Hochgesand: Livepainting feat Kammermusik, Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf, Hamburg, Germany

2019

High intensity painting, Emsdettener Kunstverein e.V., Emsdetten, Germany

Interaction of color, Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg, Germany

2016

Hold your own, Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf, Hamburg, Germany

2015

Gerisch Stiftung, Neumünster

2014

Kunstverein Ludwigshafen

2013

Kunsthaus Hamburg

2012

Kunsthalle Mainz

2010

Frankfurter Kunstverein

2009

Portikus, Frankfurt am Main