• Gesicht mit Straße
  • Ei mit Herd
  • Phasen mit Tradition schmeichelt verschwindenden Kameraden
  • Plattenspieler

  • Kühlschrank mit Heizung
  • Friedhof
  • Ohne Titel

Biografie

Gunter Reski (*1963 in Bochum) fasziniert den Betrachter seiner Werke durch die Verbindung malerischer Figuration und symbolischer Sprache in einer einmalig ästhetischen Formverdichtung. Korrespondierende Textfragmente und surrealistische Szenen des Alltags entwickeln sich in den Arbeiten von Gunter Reski zu einer ihm eigenen künstlerischen Strategie. Somit entstehen Szenen und Perspektiven, die ihre Aussagen vielschichtig pointieren, ihre Botschaften mitunter sogar laut in die Welt rufen. Sie werden zu sozialen und politischen Diskursen, die in serieller Dialektik aus Wieder- und Umkehr, unser Leben auf den Prüfstein stellen

Der in Berlin und Offenbach a.M. arbeitende Künstler und Professor für Malerei, Gunter Reski, versteht es daher mit seinen Werken unserer Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Er variiert dabei zwischen sprachlicher Abstraktion, Stilelementen des Comics und einer Liebe selbst zum mikroskopischsten Detail. Das umfangreiche Gesamtkonzept der Ausstellung und die Zusammenstellung der Werke wurden von Gunter Reski speziell für die Räumlichkeiten der Galerie entwickelt. Nicht nur innerbildlich zeigen sich in seinen Werken auf Leinwand und Papier faszinierende Verknüpfungen zwischen Bild- und Schriftsemantik, sondern die Ausstellung versteht sich folgerichtig als syntaktische Einheit, die unsere Zeit, unsere kulturellen Erinnerungen, Gefühle und Emotionen einer genauen Beobachtung unterzieht.

Als ein besonderes Highlight entfalten die nuancierten Kompositionen Reskis ihre visuelle Anziehungskraft als dramaturgische Wandcollagen, die an postmoderne Posterwände erinnern. Sie sprechen von den Fallstricken des konsumorientierten Lebens im Vokabular einer intendierten Reizüberflutung. Innovative Szenerien und die einzigartige künstlerische Verarbeitung unserer Gegenwart laden Sie dazu ein, sich eingehend mit den experimentellen Blickwinkeln auseinander zu setzen und gleich einer Expedition in eine fremde – und doch so bekannte Welt, die dynamisch-visuelle Rhetorik des Künstlers zu entdecken.

Bei aller Liebe zum frei flottierenden Signifikanten ist die Kunst von Reski aber fußnotenfrei. Sie entwickelt ihre Diskursivität aus der Binnenstruktur, als ein dialektischer Prozess, bei dem etwa Sätze in den Bildern auftauchen, die sich in Opposition zu den meist figürlichen Darstellungen verhalten können, mitunter aber auch den Bildgehalt verstärken.

Gunter Reski, 2010er Jahre ©Foto, Rudolf Weißbeck, ©Zitat, Harald Fricke

Ausstellungen

Museumsausstellungen (Auswahl)

2020
„Neusprech“, Kunstmuseum Weserburg, Zentrum für Kunstpublikationen, Bremen

2018
„Rebus 1843 - 2018”, Kunstsaele, Berlin
„Geld und Psyche“, Halle für Kunst, Lüneburg
„Dystopia - Zum 200. Geburtstag von Karl Marx”, Kunstsammlung Jena

2017
„Kapitalströmung”, Kunsthalle Tübingen

2015
„Better than de Kooning”, Villa Merkel, Esslingen
„Sagen und Zeigen”, Kunstverein Bamberg

2013
„Doktor Morgen neue Sorgen borgen”, Kunstverein Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (S)
„Nenn‘ mich nicht Stadt“, Kunstmuseum St.Gallen Lokremise
„Painting Forever Keilrahmen”, Kunstwerke Berlin
„Bedeutung vor und nach der Häutung”, Edwin-Scharff-Preis 2013 – Sammlung Falckenberg / Deichtorhallen Hamburg

2011
„Freundschaft”, Brandenburgerischer Kunstverein Potsdam
„Pamphile Show”, Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, Hamburg (kuratiert mit / curated with Marcus Weber)

2010
„Weißer Schimmel”, Sammlung Falckenberg / Phoenix Kulturstiftung, Hamburg
„Pamphile Show”, Städt. Galerie Waldkraiburg (kuratiert mit / curated with Marcus Weber)

2009
„Nahrung”, Shedhalle, Zürich
„Kommentar als selber was”, Kunsthalle Exnergasse, Vienna, Austria

2007
„Gesellschaftsbilder. Zeitgenössische Malerei“, Kunstverein in Hamburg

2006
„Wucherungen und Wandnahmen”, Städt. Galerie Nordhorn

2005
„Falckenberg Collection”, City Art Museum Helsinki

2004
„tätig/sein”, NGBK Berlin
„Einige RealistInnen” Werkleitz Biennale, Halle/Saale

2003
„deutschemalereizweitausendunddrei”, Frankfurter Kunstverein
„Frucht & Schatten“, Kunstverein Göttingen (S)

2002
„Ökonomien der Zeit“ (Kuratoren / curators: HC Dany & Astrid Wege), Museum Ludwig, Köln
Akademie der Künste, Berlin; Migros Museum, Zürich

2001
„Wirklichkeit in der zeitgenössischen Malerei“, Städtische Galerie Delmenhorst
Zu Gast bei „Hannibal Collector“ – Falckenberg (privat), Hamburg

1999
„Malerei“, INIT Kunsthalle, Berlin

1998
„El Nino“, Museum Abteiberg Mönchengladbach
„Brushholder Values“, Kunstverein Münster – Siemens Kulturprogramm

1997
Stipendiaten, Kunstverein Hamburg

1996
„Tapete ohne Wand“, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (S)

1994
(mit DANK) Sommerakademie, Kunstverein München

1993
„Die Füllung meines T-Shirts“, Künstlerhaus Hamburg (S)
DANK / Friesenwall 120 – E.A.Osthausmuseum, Hagen
„Hamburger-Pommes-Ketchup“, Neue Kunst in Hamburg, Kunstverein Hamburg