Über die Ausstellung

Die Samuelis Baumgarte Galerie zeigt vom 16. September bis zum 29. Oktober 2011 die Einzelausstellung „Regine Schumann – Connect, back to back - Lichträume“.

Zur Vernissage am Freitag, dem 16. September 2011 um 21:30 Uhr wird die Künstlerin anwesend sein.

1961 in Goslar geboren, studierte Regine Schumann von 1982 bis 1989 Freie Kunst an der HBK Braunschweig und wurde 1989 Meisterschülerin von Prof. Roland Dörfler. Neben zahlreichen Stipendien wurde der Künstlerin der Deutsche Kunstpreis der Volks- und Raiffeisenbanken verliehen.

Das Zusammenspiel von Farbe, Licht, Material und Raum ist der zentrale Aspekt in der Kunst Regine Schumanns. Die Künstlerin  verwendet für ihre Objekte vorwiegend fluoreszierendes Acrylglas, aber auch Materialien wie synthetische Plastikschnüre und fluoreszierende Pigmente kommen zum Einsatz. Diese Materialien verwandelt sie in helle Farbfelder (z.B. Colourmirror Farbrausch I, 2010, Acrylglas, fluoreszierend, 170 x 170 x 20 cm), leuchtende handgewebte Wandteppiche (Strudel, 2001, Plastilight Leuchtschnüre, Ø 400 cm) oder monochrome Wandskulpturen (z.B. Colorbox – blaze of colour II, 2006, Acrylglas, fluoreszierend, 130 x 110 x 5 cm). Unter dem Einfluss von Schwarzlicht, Tageslicht oder auch der Abwesenheit von Licht verwandeln die Objekte ihren Charakter, sie transformieren den Raum jedes Mal in eine neue geheimnisvolle Atmosphäre. Die in der „Colorbox“ eingeschlossenen PVC-Bänder zum Beispiel entfalten hierbei eine eigentümliche Spannung, die mit einer ornamental-biomorphen Musterbildung spielt, wobei zwischen Geometrie und Willkür ein äußerst schmaler Grat besteht.

Die Farblichter erzeugen dabei ambivalente Zwischenzustände, die auch bildhauerische Qualitäten reflektieren. Während die einzelnen Flächen, Formen und Körper eine Konstanz zu bewahren scheinen, vermitteln ihre farbig-strahlenden Oberflächen einen Charakter des lebendig Fluktuierenden, einer Art körperlich spürbare Resonanzerfahrung, in der strahlende Intensitäten wie ein farbiges Echo im Raum die Sinne verwirren. Im Betrachter werden auf diese Weise verschiedene Empfindungen geweckt, er wird dazu angeregt, die wahrgenommenen Farben, seine Gefühle und Eindrücke zu überdenken und neu zu definieren.

Die Künstlerin arbeitet zwischen sichtbarem Licht und innerer Erleuchtung, zwischen sinnlicher Entmaterialisierung des Raums und wie magisch wirkenden, aufgeladenen Farb-Künstlichkeiten. Zwischen der Sinnlichkeit der Farben und der Materialität des Lichts entsteht eine gleichsam aufgeladene Atmosphäre - ein Farbinnenraum, in dem das Licht und die Dinge mit eigener Intentionalität zu strahlen beginnen und die scheinbar selbstleuchtenden Oberflächen zugleich an der Entmaterialisierung des Raumes arbeiten.

Die Ausstellung ist geöffnet Montag – Freitag von 10:00 – 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 – 14:00 Uhr.

Information

Vernissage: Freitag, 16.09.2011 um 21:30 Uhr

Die Künstlerin ist anwesend.

Einladungskarte

Presse

"Licht-Gestalten aus Acryl und Plastikschnüren", Westfalen-Blatt 17.09.2011

"Wandelhafte Lichtgestalten", Neue Westfälische 21.09.2011

 

 

 

 

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