Frank Stella gehört zu den Künstlern, die bereits mit der Abstraktion groß wurden. Von Anfang an wollte er Bilder erschaffen, die einen starken und unmittelbaren Eindruck hinterlassen. In der Zeit des gestischen Spätexpressionismus entwickelte er gemeinsam mit Jaspar Johnes und Mark Rothko eine konstruktivistische Malerei mit ihrem strengen, bisweilen asketisch anmutenden geometrischen Formwillen. Fläche und Farbe appellierten in der "Minimal Art" weniger an das Gefühl, sondern den Intellekt des Betrachters. Das rechteckige Bildformat wurde von Stella aufgegeben, Gemälde in L-Form oder unregelmäßigen Polygonen schockierten die Kunstwelt. In den achtziger Jahren entstanden nach stetigem Ausloten darstellerischer Grenzen Reliefs aus unterschiedlichen, grellbunt bemalten Materialien. Danach war es nur noch ein kurzer Sprung zu den großen Freiplastiken, die in der ganzen Welt moderner Architektur das künstlerische "i-Tüpfelchen" verleihen. Jüngere Arbeiten des Künstlers knüpfen an seine bildhauerischen Objekte an und zeigen in fantasievollen Reliefs auf modelliertem Kunststoffgrund das Spiel mit Formen, Schraffuren und farbenfrohen Bildelementen.
Die Samuelis Baumgarte Galerie zeigte in den letzten Jahren zwei umfangreiche große Ausstellungen von Frank Stella. Präsentiert wurden bereits Ende der 90er Jahre eine Werkausstellung mit Arbeiten aus fünf Jahrzehnten (diese auch in einer Einzelausstellung auf der Art Cologne) und 2006/07 neue Werke des Künstlers.
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10 - 18 Uhr | Sa: 10 - 14 Uhr




