Leni Riefenstahl, 1902 in Berlin geboren, war Tänzerin, Schauspielerin, Film-Regisseurin und Fotografin. Sie studierte Malerei und begann ihre künstlerische Laufbahn zunächst als Tänzerin. Zum Film kam Leni Riefenstahl, durch den Film »Berg des Schicksals« von Arnold Fanck. Er schrieb auch das Drehbuch zu ihres ersten Films als Darstellerin in »Der heilige Berg«. Bei den Dreharbeiten begeisterte sie sich für das Filmhandwerk und lernte viele Fertigkeiten kennen, bis sie erstmals Regie bei einigen Einstellungen führen konnte. Neben dem Film »Der heilige Berg« war sie Darstellerin in zahlreichen Filmen. Als Regisseurin errang sie Ihre größten Erfolge mit dem Dokumentarfilm »Triumph des Willens«, genannt nach dem Reichsparteitag 1934 in Nürnberg, der die höchsten Auszeichnungen erlangte.
1935 man ihr die Produktion eines Dokumentarfilms über die XI. Olympischen Spiele an, die 1936 zum ersten Mal in Deutschland stattfanden. Nach 200 Stunden Filmmaterial und zwei Jahren Sichtung, Archivierung und Schnitt war 1938 die Premiere der beiden Olympia-Filme im Berliner UFA-Palast am Zoo. Der Film erhielt international die höchsten Auszeichnungen und wurde 1956 in den USA als einer der zehn besten Filme der Welt klassifiziert.
Angezogen und fasziniert durch die autobiografische Erzählung »Die grünen Hügel Afrikas« von Ernest Hemingway und einen Zeitungsartikel in der Süddeutschen Zeitung über moderne Sklaverei, beschloss Leni Riefenstahl 1955, einen Film in Afrika zu drehen. Ihr gelang die Expedition in das entlegene Nuba-Dorf Tadoro. Sie schloss Freundschaft mit den zunächst scheuen Bewohnern, lernte ihre Sprache und fotografierte sie. 1971 hörte sie in Malindi am Indischen Ozean das erste Mal vom Schnorcheln und schloss sich einer Gruppe von Tauchern an. Fasziniert von der Unterwasserwelt, dem Gefühl der Schwerelosigkeit, der Schönheit der Farben und Formen fotografiert sie erstmals im Roten Meer die Unterwasserwelt. Leni Riefenstahls 100. Geburtstag erregte erneut internationale Aufmerksamkeit und belegte ihren Status als lebender Mythos in der Kunstszene. Sie starb 2003 mit 101 Jahren in ihrem Haus am Starnberger See.
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