Serge Poliakoff, 1900 in Moskau geboren, gilt als wichtiger Vertreter der Ècole de Paris.1917 floh er vor der russischen Revolution aus seiner Heimat und gelangte zunächst nach Konstantinopel. 1923 Zuerst verdiente Poliakoff seinen Lebensunterhalt als Musiker in Caféhäusern. Gleichzeitig begann er mit dem Studium der Malerei. Von 1929 an war er an den Pariser Akademien Forchot und de la Grande Chaumière eingeschrieben. Daran schloss sich ein zweijähriger Aufenthalt mit Studium an der Slade School of Art in London an. Seine Malerei wurde zunächst von Variationen der akademischen Traditionen bestimmt. Bevorzugte Motive waren gegenständlicher Natur: Akte, Häuser, Bäume u.a.. Ab 1935 fand Polikaoff sukzessive den Weg zur Abstraktion und malte ohne gegenständliche Bezüge. Ein entscheidendes Erlebnis nach seiner Rückkehr nach Paris war die Begegnung mit Kandinsky, der ihn in seinem Malstil ermutigte. Durch Robert Delaunay lernte er die emotionale Qualität der Farbe zu schätzen. Sein Interesse für Simultankontraste wurde geweckt. Der Künstler entwickelte eine sehr individuelle Form abstrakter Malerei, die bunte Farbflächen nebeneinander stellt und puzzleartig verschränkt. Serge Poliakoff blieb mit seiner Farbskala zunächst im graubraunen Bereich, ab 1950 erweiterte er sie um leuchtende, gegeneinander abgesetzte Töne. Sein Spätwerk war bestimmt durch die Reduzierung der kräftigen Polychromie auf erdfarbene Nuancen und einer Neigung zur monochromen Gestaltung. Serge Poliakoff starb 1969 in Paris.
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