Marie-Jo Lafontaine wurde 1950 in Anvers, Frankreich geboren und ist eine der international renommiertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen Kunst. Von 1975-1979 studierte sie an der Ecole Nationale Superieure d´Architecture et des Arts Visuels, „La Chambre“ in Brüssel, Belgien. 1977 erhielt sie die Auszeichnung „Prix de la Jeune Peinture Belge“ in Brüssel, Belgien. 1979 war die Premiere Ihres Videos „La batteuse de palplanches“. Im Jahre 1985 erhielt sie ein Stipendium für das Massachussetts Institute of Technology in Boston, USA sowie 1986 ein Stipendium der FIACRE (Fonds d` incitation à la création). 1987 war Frau Lafontaine auf der Documenta in Kassel vertreten. In den Jahren 1988 und 1989 erfolgte die Premiere der Fotografieserie „Savoir, retenir et fixer ce qui est sublime“. 1996 markiert den Beginn der interaktiven Audio-Installationen gemeinsam mit Todor Todoroff. 1998 erhielt Marie-Jo Lafontaine die Nominierung zum “Ambassadeur culturel des Flandre”. Im Jahr 2000 gewann die Künstlerin den Kunst am Bau Wettbewerb des Bonner Justizzentrums, ferner gewinnt sie die „Art for the Pier“ Ausschreibung im schwedischen Stockholm. 2001 kreiert die Künstlerin die Briefmarkenserie „The Roses“ für Belgien. Marie-Jo Lafontaine realisiert 2002 das BMW Kunstprojekt „Glas Pavillon“ in München. 2006 gewinnt Frau Lafontaine das Sky Arena Projekt „I love the world“ anlässlich der Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft in Frankfurt am Main.
Mit ihren künstlerischen Mitteln wie Video, modernen Medien, Installationen und Fotografie nimmt sie Stellung zu aktuellen Problemen der Zeit. Die Video-Skulptur "Les larmes d' acier" verhalf der Künstlerin 1987 auf der documenta 8 in Kassel zu ihrem internationalen Durchbruch. Bis dahin hatte sie bereits im französischsprachigen Raum große Beachtung gefunden. Bei den Arbeiten von Marie-Jo Lafontaine steht nicht nur die reine Videokunst im Vordergrund. Vielmehr möchte sie allgemeine existenzielle Bedingungen menschlichen Daseins auch in ihren fotografischen Arbeiten aufzeigen. So sind für sie Liebe und Tod, Schein und Sein sowie Vernunft und Leidenschaft zwei grundsätzlich konträre Aspekte, die aber unabdingbar zusammen gehören und nicht trennbar sind.
Die Arbeitsschritte für Installationen von Marie-Jo Lafontaine wiederholen sich stetig. Zuerst wird eine Situation genau beobachtet, dann werden Darsteller animiert, sich in Szene zu setzen beziehungsweise eine Szene zu schaffen. Abschließend wird alles analysiert und gestaltet. So wird aus der künstlerischen Arbeit nicht nur ein Videofilm, sondern eine Skulptur. Die Inspirationen für ihre Werke erhält die Künstlerin durch die Auseinandersetzung mit Philosophen und Dichtern wie Nietzsche und Rilke. Ein wesentlicher Aspekt ist in vielen Arbeiten auch der Bezug von Schrift und Sprache. Bestimmt werden Marie-Jo Lafontaines Arbeiten, ihre Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen durch untrennbar verbundene Aspekte der menschlichen Realität und Existenz. Dualitäten wie "Vernunft und Leidenschaft" oder "Liebe und Tod" kontrastieren sich auf der einen Seite, bedingen und ergänzen sich auf der anderen. Wie in einem Spiel, in einem Pool oder einer rituellen Handlung setzt sie nicht eine verdoppelte Wirklichkeit in Szene, sondern konzentriert sich auf die Grundbedingungen und Möglichkeiten unserer Existenz in der Verbindung Natur - Mensch - Technik, wie sie es beispielhaft in ihrem fotografischen Zyklus der Babylon Babies, Every Angel is Terrible, Dark Pool oder Kinder blicken dich an umsetzt. Marie-Jo Lafontaine versucht, über den schönen oder auch wirklichen Schein der "Wahrheit" hinter aller Täuschung auf die Spur zu kommen, sie zu belegen.
2008/2009 wurde die große Ausstellung "Marie-Jo Lafontaine: Come to me!" im Bontanique Museum Serres Eglise du Gesu in Brüssel, Belgien gezeigt.
Die Samuelis Baumgarte Galerie vertritt das Werk von Marie-Jo Lafontaine seit vielen Jahren. Ihre Arbeiten wurden in der Einzelausstellung "Rundgang" 2005 sowie 2008 in der thematischen Ausstellung "Nature . attitude" präsentiert. Ferner zeigen wir die Arbeiten von Marie-Jo Lafontaine seit 2004 regelmäßig auf großen internationalen Kunstmessen.
Vom 14. Mai bis 16. Aufust 2009 zeigten wir die neue Videoinstallation "Dark Pool" mit fotografischen Werken der Serien "Les Bains de St.-Josse", "Alice in Wonderland" und "I love the world". Zeitgleich wurde Marie-Jo Lafontaine auch im ZKM Karlsruhe in der Ausstellung "bildschön. Schönheitskult in der aktuellen Kunst" und im Musée national d´histoire et d´art Luxembourg in der Ausstellung "Modellhafte Modelle? Zeitgenössische Fotografie: Stellungnahmen zum Thema Portrait" präsentiert.
Die Samuelis Baumgarte Galerie vertritt das Werk von Marie-Jo Lafontaine seit vielen Jahren. Ihre Arbeiten wurden in der Einzelausstellung "Rundgang" 2005 sowie 2008 in der thematischen Ausstellung "Nature : attitude" präsentiert. Ferner zeigen wir die Arbeiten von Marie-Jo Lafontaine seit 2004 regelmäßig auf großen internationalen Kunstmessen.
Vom 14. Mai bis 16. August 2009 zeigten wir die neue große Einzelausstellung mit der Videoinstallation "Dark Pool" und fotografischen Werken der Serien "Les Bains de St.-Josse", "Alice in Wonderland" und "I love the world".
Zeitgleich wurde Marie-Jo Lafontaine auch im ZKM Karlsruhe in der Ausstellung "bildschön. Schönheitskult in der aktuellen Kunst" gezeigt. Auch im Musée national d´histoire et d´art Luxembourg wurden im Sommer 2009 Werke von Marie-Jo Lafontaine in der Ausstellung "Modellhafte Modelle? Zeitgenössiche Fotografie: Stellungnahmen zum Thema Portrait" präsentiert.
Anschließend stellte die Samuelis Baumgarte Galerie Marie-Jo Lafontaine in einer One-Person-Show auf dem art forum berlin 2009 mit ihrem neuesten Videoprojekt "Dance the World" vor.
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10 - 18 Uhr | Sa: 10 - 14 Uhr




