Jim Dine wurde 1935 in Cincinnati, Ohio geboren. Von 1954-57 studierte er an der University of Cincinnati und an der Boston Museum School1965 erhält er seinen ersten Lehrauftrag als Gastdozent an der Yale University, USA. Dines Arbeiten werden seit 1959 in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im internationalen Raum gezeigt und befinden sich in den bedeutendsten musealen Sammlungen der Welt und im öffentlichen Raum.
Jim Dines Pop-Art begann mit Happenings, die den trivialen Gegenstand verwendeten und den Duktus des Abstrakten Expressionismus benutzten. Zur Bedeutung der Bildgegenstände und der Ikonographie Dines ist es notwendig, einige immer wieder auftauchende Hauptmotive herauszustellen. Erwähnt man Dine, denkt jeder sofort an überdimensionale Herzen oder an Krawatten oder an Bademäntel oder an seine Version der Venus von Milo. Was sich in den Kommentaren vor allem ausdrückt, ist die Hilflosigkeit, mit der die Kommentatoren diesen immer wiederkehrenden Bildmotiven gegenüberstehen, im Versuch, eine Bedeutung in die Dinge zu interpretieren, die diese eigentlich gar nicht haben und die sie auch durch die Umsetzung nicht erhalten. Der Gegenstand ist für Dine nur der Aufhänger für seine Kunst. Wie die Herzen, so taucht auch eine Venusstatue in allen von Dine benutzten künstlerischen Medien auf. Sein Ausgangsmaterial war nicht die „echte" Venus von Milo. Vielmehr benutzte er eine Gipsstatuette, wie man sie im Museumsshop erwerben kann. Die Ausflüge des Künstlers in die Mythologie anhand der ausgewählten, einmal erarbeiteten Bildgegenstände zeigen die Gültigkeit und Beliebigkeit dieser Mythologie noch heute, in einer Zeit, die sich nach Äußerung neuerer Ideologen von den großen Erzählungen verabschiedet hat.
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10 - 18 Uhr | Sa: 10 - 14 Uhr



