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Regine Schumann
1961 in Goslar geboren, studierte Regine Schumann Freie Kunst an der HbK Braunschweig und wurde 1989 Meisterschülerin von Prof. Roland Dörfler. Das Zusammenspiel von Farbe, Licht, Material und Raum ist der wesentliche Aspekt in ihrer Kunst. Die Künstlerin verwendet für ihre Objekte vorwiegend leuchtendes Acrylglas, aber auch Materialien wie synthetische Plastikschnüre und fluoreszierende Pigmente kommen zum Einsatz. Diese Materialien verwandelt sie in helle Farbfelder, strahlende handgewebte Wandteppiche oder monochrome Wandskulpturen. Unter dem Einfluss von Schwarzlicht, Tageslicht oder auch der Abwesenheit von Licht verwandeln die Objekte ihren Charakter, sie transformieren den Raum jedes Mal in eine neue geheimnisvolle Atmosphäre.
Fächern, 2008, acrylic glass, 270 x 201 x 15 cm

Regine Schumanns Arbeiten leben in transparenten, farbig atmosphärisch aufgeladenen Zonen zwischen abstrahlendem Licht und einsaugender Dunkelheit. In ihren Licht- und Farbraumgestaltungen arbeitet die Künstlerin mit Licht-Effekten. So entsteht ein räumliches Erlebnis aus sichtbarem Licht und innerer Erleuchtung, aus sinnlicher Entmaterialisierung des Raumes und wie magisch wirkenden, aufgeladenen Farb-Künstlichkeiten. Angeregt durch das dem Auge unsichtbaren Schwarzlicht entsenden die Oberflächen ihrer Arbeiten intensiv strahlende Farbwirklichkeiten, die eine paradoxe und zugleich chromatische Aura aufrufen. Die Farblichter erzeugen dabei mehrdeutige Zwischenzustände, die gleichsam bildhauerische Qualitäten reflektieren. Zudem tritt durch das Hinzuschalten von Schwarzlicht eine chamäleonhafte Verwandlung der lichten Objekte ein, die sich in strahlende Leuchtkörper transformierend die gesamte Atmosphäre des Raumes farbig neu gestalten. Im Betrachter werden auf diese Weise verschiedene Empfindungen geweckt. Er wird dazu angeregt, die wahrgenommenen Farben, seine Gefühle und Eindrücke zu überdenken und neu zu definieren.
Tubebox, 2010, acrylic glass, 168 x 55 x 55 cm

Während die einzelnen Flächen, Formen und Körper Festigkeit zu bewahren scheinen, vermitteln ihre farbig-strahlenden Oberflächen einen Charakter des lebendig Bewegten, eine Art körperlich spürbares Mitschwingen, in der strahlende Intensitäten wie ein farbiges Echo im Raum die Sinne verwirren. Es wird fast sinnlich spürbar, wie die Farbflächen aus sich selbst zu erleuchten scheinen – der Raum wird zu einem atmosphärischen Lichtinnenraum, in dem die Wahrnehmung in Form einer stofflich werdenden von Licht und Farbintensitäten erfahrbar wird. Zwischen der Sinnlichkeit der Farben und der Materialität des Lichts entsteht eine aufgeladene Atmosphäre – ein Farbinnenraum, dessen leuchtende Objekte als farbiges Licht aus dem Gebäude heraus strahlen und bereits im Außenraum auf sich aufmerksam machen.
Colormirror Small Frame, 2010, acrylic glass, 60 x 6 x 11 cm

Exhibition: