- Amador
- Anna Anders
- Axel Anklam
- Georg Baselitz
- Ruth Baumgarte
- Hans Christian Berg
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- Fernando Botero
- Braun und Rauschmeier
- Tony Cragg
- Aurora Canero
- Jim Dine
- Wang Du
- Nathalia Edenmont
- Max Ernst
- Sam Francis
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- Thomas Kilpper
- Ernst Ludwig Kirchner
- Rolf Kuhlmann
- Marie-Jo Lafontaine
- Heinz Mack
- Spiridon Neven DuMont
- Niki de Saint Phalle
- Tony Oursler
- Vanessa Pey
- Serge Poliakoff
- Cornelius Quabeck
- Gerhard Richter
- Leni Riefenstahl
- Bernard Schultze
- Regine Schumann
- Frank Stella
- Thiele / Zwick Eby
- Fred Thieler
- Patricia Thoma
- Andre Wagner
- Stephen Wilks

Heinz Mack
Heinz Mack wurde 1931 in Lollar (Hessen) geboren, besuchte zwischen 1950 und 1953 (Staatsexamen) die Kunstakademie in Düsseldorf. Mit Günter Uecker und Otto Piene gründete er die einflussreiche Künstlergruppe ZERO (auch Yves Klein wurde Mitglied), nahm ein Jahr später an der „documenta“ teil. 1965 wurde der Künstler mit dem 1er Prix arts plastiques der 4. Biennale de Paris ausgezeichnet. 2004 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen, als Anerkennung seiner Arbeit und seiner Rolle als Kulturvermittler.(1)
Rotor, 2004, Aluminiumkarton, Holz, Glas, Edelstahl, Motor, 53,5 x 53,5 x 20,5 cm

Ohne Titel, 1964, Dynamische Strutur in Grün, Kunstharz auf Nessel, 38 x 50 cm

Malerei ist schon immer mit dem Licht und seiner Darstellung befasst gewesen (2), aber die jungen ZERO-Künstler, allen voran Heinz Mack, haben die Malerei beiseite geschoben und mit dem Licht selbst Kunst geschaffen. In den späten 1950ern und frühen 1960ern wurde Macks Werk von Arbeiten beherrscht, in denen das Licht selbst als aktives Agens fungierte, hauptsächlich durch glänzendes Metall, aber auch in bewegter Form. Die Bewegung kam durch einen „Rotor“, ein sich drehendes Relief-Element, das, je nach Oberflächenstruktur, Licht auf verschiedene Weise reflektierte. Mack verwendete, neben anderen Metallen, Aluminium, was damals in der Kunst eher selten war.
Licht-Stele, 2006, Entwurf 1967, Aluminium, Plexiglas, 273 x 34 x 14,5 cm

Ohne Titel, 1967, Tusche mit Pinsel auf Bütten, 106,5 x 78,5 cm

Die Arbeiten hatten eine regelmäßige und serielle Ausrichtung. Die Rotoren waren mechanische Zurüstungen, aber die Lichtrefraktion war nicht so mechanisch, da sie immer von den ja nicht-mechanischen Umweltbedingungen abhängig war. Das Licht, obwohl aus Materie bestehend (Photonen), muss in diesem Zusammenhang als immateriell angesehen werden, zumal es nicht wie etwa Farbe an etwas gebunden ist. Mack interessierte sich auch für Vibration, so dass man diese Phase heute als künstlerische und ästhetische Vorahnung der String-Theorie deuten kann. Serielle Strukturen und regelhafte visuelle Abläufe spielen bei Heinz Mack oft eine wichtige Rolle. So etwa im Werk „Dynamische Struktur“ (1960), mit dynamischer Dimensionalität haben wir es jedoch beim „Bolzano-Kubus“ zu tun, wo unterschiedliche Refraktionsmuster Visionen immaterieller Formen erschaffen.
Transit, 2006, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 203 x 307 cm

Ohne Titel, 2012, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 130 x 160 cm

Mack definiert das ästhetische Sein seiner Werke durch Licht und seine Reflexionen, durch Vibration und durch eine bis damals in der Kunst unbekannten Immaterialität. Wenn wir an das “transzendentale Leuchtlicht“ (Wolfgang Schöne) denken, das wir unter anderem im Regenbogen-Halo des Auferstandenen im Grünewalds Isenheimer Altar sehen, dann begegnen wir da einer symbolischen Repräsentation des Transzendenten, nicht physikalischem Licht. Eine ähnliche Dimension, wenn auch völlig anders verwirklicht, treffen wir bei Heinz Mack an.
Mack entwickelte eine Vorliebe für prismatische geometrische Grundformen (wie in seinen Gemälden und Zeichnungen). Er kehrte nämlich, spätestens in den 1980ern, zur Malerei zurück, hatte aber schon farbige Siebdrucke seiner Hauptmotive in den 1970ern abgezogen.
Red Cross, 2012, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 163 x 147 cm

Ohne Titel, 2008, Granit, 53 x 27 x 21 cm

Seit 1991 arbeitet Heinz Mack an den Gemälden der Serie der chromatischen Konstellationen, neue Interpretationen und Untersuchungen der Beziehungen von Farbe und Form. Manchmal arbeitet Mack Hinweise auf Sonia Delaunay ein, besonders durch die Gefühlsdimension der Farbe, wie etwa in „Farb-Prisma“ (1993), in dem er lebendig strahlende Farben mit überlappenden Formen kombiniert, was an die 3D-Projektion vierdimensionaler Objekte erinnert. In der Tat bezieht sich Mack in seinen Titeln dauernd auf Geometrie und Planimetrie. Diese starkfarbigen Bilder sind in dem Sinne Avantgarde, dass sie auch ein rekonstruktives Moment enthalten, weil Mack die Bezüge zu den historischen Vorläufern der Erforschung des Wesens der Bezüge zwischen Form und Farbe nicht verwischt, sondern ausdrücklich auf sie hinweist. Seine Lösungen sind jedoch individuell und einzig, weil sie in der Tat eine eigene Art von Bildlichkeit (Ikonik) besitzen. (3)
Ohne Titel, 2011, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 160 x 130 cm

Ohne Titel, 2012, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 111 x 91 cm

Macks Oeuvre zeichnet sich aus durch eine kritische Position innerhalb der sich wandelnden modernen Gesellschaft und ihrer Diskurse, durch Progressivität, Tiefe, Klarheit und durch einflussreiche ästhetische Konzepte und nicht zuletzt durch einen profunden, gar radikalen Humanismus, und es zählt so zu den wichtigsten künstlerischen Errungenschaften der vergangenen 60 Jahre. (4)
Ohne Titel, 2012, Marmor, 38,5 x 99 x 15,5 cm

Map for light-beams, 2012, Chromatische Konstellation, Acryl auf Leinwand, 100 x 79 cm

(1) Siehe die Website des Künstlers, www.mack-kunst.com/heinz-mack/short-biography.html
(2) Siehe Wolfgang Schöne: Über das Licht in der Malerei, Berlin 1954
(3) Siehe Max Imdahl: Giotto Arenafresken: Ikonographie, Ikonologie, Ikonik. München 1996
(4) Siehe Gerhard Charles Rump: Up Front At All Times. On the oeuvre of Heinz Mack, in: "Heinz Mack: Annäherungen - Bilder und Skulpturen", Katalog, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld 2011
Ausstellungen in der Samuelis Baumgarte Galerie:
Die Samuelis Baumgarte Galerie vertritt den Künstler seit vielen Jahren und zeigt ihn regelmäßig in großen Einzelausstellungen (wie in 2001, 2003, 2006, 2008, 2010, 2013) und auf vielen internationalen Kunstmessen.
Vom 19. Oktober 2013 bis zum 31. Januar 2014 wird Heinz Mack in einer umfassenden Einzelausstellung in der Samuelis Baumgarte Galerie präsentiert.
Zwischen Geometrie und Abstraktion, Gruppenausstellung, 11.02. - 24.03.2012, Samuelis Baumgarte Galerie Zwischen Geometrie und Abstraktion
Heinz Mack - 12 Werke aus 6 Jahrzehnten, One-person-show, kuratiert von Dr. Christoph Vitali, 19.03.-21.05.2011, Samuelis Baumgarte Galerie Heinz Mack zum 80. Geburtstag. Zwölf Werke aus sechs Jahrzehnten.Katalog zur Ausstellung
Heinz Mack, Annäherungen - Bilder und Skulpturen, 08.05.2010 - 01.09.2010, Samuelis Baumgarte Galerie Annäherungen - Gemälde und Skulpturen
Heinz Mack, Lichtwelten, 10.06.2008 - 30.08.2008, Samuelis Baumgarte Galerie Lichtwelten
Heinz Mack, Malerei und Skulptur, 11.03.2006 - 04.04.2006, Samuelis Baumgarte Galerie Malerei und Skulptur
Zeitschnitt, Malerei, Fotografie, Skulptur und interaktive Medien, Gruppenausstellung, 14.01.2006 - 14.03.2006, Samuelis Baumgarte GalerieZeitschnitt
Aktuelle Museums- und Galerieausstellungen:
Von September 2014 an bis ins Jahr 2015 wird die ZERO-Gruppe um Heinz Mack mit einer Welttournee geehrt: Den Auftakt bildet das Guggenheim Museum in New York, weitere Stationen sind im Jahr 2015 das Stedelijk Museum, Amsterdam und der Gropius-Bau in Berlin.
ZERO entre Paris et Düsseldorf, 11.07. - 22.09.2013, Passage de Retz, Paris
L´art contemporain du vitrail en Allemagne, 21.04.2012 - 30.09.2013, Centre international du Vitrail, Chartres
DYNAMO! Espace et vision dans l`art de nos jours á 2013, 10.04 - 22.07.2013, Grand Palais, Galeries Nationales, Paris
ZERO auf Papier., 25.11.2012 - 17.02.2013, Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Heinz Mack in Berlin. Works From 1958 - 2012, 26.10.2012 - 28.02.2013, Galerie Arndt, Berlin Katalog
Heinz Mack - das eine ist nicht dasselbe!, 21.09. - 27.10.2012, Galerie Denise René, Paris
Heinz Mack - Zwischen den Zeiten, 06.05. - 29.07.2012, Museum Ostwall, Dortmund Flyer
Asche und Gold. Eine Weltreise, 28.01. – 22.04.2012, MARTa Herford Flyer
Große Einzelausstellung anlässlich des 80. Geburtstages von Heinz Mack: Sperone Westwater, New York, 07.01. - 19.02.2011:Heinz Mack at Sperone Westwater artnet Magazine (Link) Artikel Walleston-Art InAmerica 01/11
Umfangreiche Retrospektive der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 18.03.-10.07.2011:HEINZ MACK - Licht - Raum - Farbe Flyer
Parallel Ehrung im museum kunst palast Düsseldorf mit einer Ausstellung:Mack - Die Sprache meiner Hand
Sammlung Batliner - Monet bis Picasso, Dauerausstellung seit 2009, Albertina, Wien
Messebeteiligungen:
Heinz Mack, Samuelis Baumgarte Galerie, ART COLOGNE 2013 ART COLOGNE 2013
Heinz Mack, Samuelis Baumgarte Galerie, art KARLSRUHE 2013 art KARLSRUHE 2013
Heinz Mack, Samuelis Baumgarte Galerie, Cologne Fine Art & Antiques 2012 Cologne Fine Art & Antiques 2012
Heinz Mack, One-Person-Show, Samuelis Baumgarte Galerie auf der art KARLSRUHE 2012 art KARLSRUHE 2012
Heinz Mack, Samuelis Baumgarte Galerie, ART COLOGNE 2012 ART COLOGNE 2012
Heinz Mack - 12 Werke aus 6 Jahrzehnten, One-person-show, kuratiert von Dr. Christoph Vitali, Samuelis Baumgarte Galerie auf der Art Cologne 2011 ART COLOGNE 2011
Medien und Presse:
"Heute muss alles Event sein", Handelsblatt, 04/2013
"Als Gipfelstürmer erwies sich wiederum die Zero-Kunst...", Handelsblatt, 12/2012
"Im Königreich des Lichts", Welt am Sonntag, 12/2012
Das ZDF hat einen 15-minütigen Filmbeitrag über Heinz Mack ausgestrahlt.
Heinz Mack unter den Top 20 der erfolgreichsten Künstler 2012: manager magazin 05/12
Artikel im art Magazin 03/2011
Literatur:
Zwei umfangreiche, aktuelle Buchpublikationen sind erhältlich:
Heinz Mack. Leben und Werk. (PDF)
Ein Buch vom Künstler über den Künstler 1931–2011. DuMont Verlag, Köln, 400 S.
MACK – MALEREI / PAINTING. 1991–2011 (PDF)
Das Buch dokumentiert 20 Jahre Malerei des Künstlers. B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach, 282 S.